Direkte Kosten: Spread und Kommission

Der Spread ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs und fällt bei jeder Position an, unabhängig von der Haltedauer. Bei Market-Maker-Brokern ist er häufig die einzige direkte Kostenkomponente, da der Spread bereits eine Marge enthält. Bei ECN- und STP-Brokern wird meist ein engerer Rohspread verwendet, dafür kommt zusätzlich eine volumenbasierte Kommission hinzu.

Overnight-Kosten: Der Swap

Wird eine Position über Nacht gehalten, berechnet der Broker in der Regel Swap- bzw. Rollover-Kosten. Diese entstehen durch Zinsdifferenzen zwischen den beteiligten Währungen bzw. durch Finanzierungskosten der Hebelposition und unterscheiden sich je nach Long- oder Short-Richtung. Details dazu liefert der Artikel zu Overnight-Kosten und Swap.

Nebenkosten

  • Inaktivitätsgebühr – bei längerer Nichtnutzung des Kontos, brokerabhängig
  • Auszahlungsgebühr – abhängig von Zahlungsmethode und Broker
  • Währungsumrechnung – fällt an, wenn Kontowährung und Handelswährung abweichen

Beispielrechnung: Kostenvergleich zweier Modelle

Illustrative Beispielwerte – keine realen Broker-Konditionen, brokerabhängig
KostenartMarket-Maker-ModellECN-Modell
Spreadim Kurs enthaltenRohspread, enger
Kommissionkeinevolumenbasiert
Swapbrokerabhängigbrokerabhängig
Transparenz der Kostenkomponentengebündeltseparat ausgewiesen

Alle konkreten Zahlenwerte sind brokerabhängig und ändern sich mit der Marktlage – maßgeblich ist stets die aktuelle Produktspezifikation des jeweiligen Anbieters. Eine konkrete Beispielrechnung für eine DAX-Position finden Sie unter Trade-Kosten berechnen.

Worauf beim Kostenvergleich zu achten ist

Ein reiner Blick auf den beworbenen Spread greift zu kurz. Relevanter ist die Gesamtbelastung über die geplante Haltedauer: Für sehr kurzfristige Trades (Scalping) fallen vor allem Spread und Kommission ins Gewicht, für mittelfristig gehaltene Positionen zusätzlich die kumulierten Swap-Kosten. Das Ausführungsmodell des Brokers beeinflusst dabei direkt, wie die Kosten strukturiert sind.

Die tatsächliche Kostenstruktur eines Brokers lässt sich am besten im echten Orderbuch über ein Demokonto nachvollziehen.

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Häufig gestellte Fragen

Nicht zwangsläufig. Manche Broker kombinieren einen engeren Spread mit einer zusätzlichen Kommission oder höheren Nebenkosten. Für einen fairen Vergleich sollten alle Kostenarten gemeinsam betrachtet werden, nicht nur der Spread allein.

Swap-Kosten fallen nur an, wenn eine Position über Nacht (Overnight) gehalten wird. Wird die Position noch am selben Handelstag geschlossen, entstehen in der Regel keine Swap-Kosten.

Die exakten, aktuellen Werte für Spread, Kommission, Swap und Nebenkosten sind in der Produktspezifikation (Key Information Document / Kontraktspezifikation) des jeweiligen Brokers ausgewiesen und können sich je nach Marktlage ändern.

Manche Broker berechnen eine Inaktivitätsgebühr, wenn ein Konto über einen definierten Zeitraum (häufig mehrere Monate) nicht für Trades genutzt wird. Höhe und Bedingungen sind brokerabhängig und in der Produktspezifikation ausgewiesen.

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