Was ist ein Swap?
Der Swap (auch Rollover- oder Overnight-Gebühr genannt) ist eine Finanzierungsgebühr, die anfällt, wenn eine gehebelte CFD-Position über den täglichen Handelsschluss hinaus – also über Nacht – gehalten wird. Da bei CFDs mit Fremdkapital gearbeitet wird, verrechnet der Broker die daraus entstehenden Finanzierungskosten bzw. Zinsdifferenzen täglich mit dem Handelskonto.
Warum unterscheiden sich Long- und Short-Swap?
Long- und Short-Positionen bilden unterschiedliche Finanzierungsrichtungen ab. Bei Devisenpositionen spielt beispielsweise die Zinsdifferenz zwischen den beiden gehandelten Währungen eine Rolle. Je nach Instrument und Marktlage kann der Swap für eine Richtung positiv (Gutschrift) und für die andere negativ (Belastung) ausfallen – die konkreten Sätze werden vom jeweiligen Broker täglich veröffentlicht.
Wie sich Swap-Kosten über Zeit summieren
Da der Swap grundsätzlich für jeden Kalendertag berechnet wird, an dem eine Position offen bleibt, steigen die kumulierten Kosten mit der Haltedauer linear an. Viele Broker berechnen an einem bestimmten Wochentag (häufig Mittwoch) den dreifachen Satz, um die Wochenend-Tage auszugleichen, an denen die Finanzmärkte geschlossen sind.
| Haltedauer | Kumulierte Swap-Kosten (Beispiel) |
|---|---|
| 1 Tag | 1× Tagessatz |
| 7 Tage | ≈ 7–9× Tagessatz (inkl. Dreifach-Tag) |
| 30 Tage | ≈ 30–34× Tagessatz (inkl. mehrerer Dreifach-Tage) |
Alle Werte sind brokerabhängig und variieren je nach Instrument, Zinsumfeld und Marktlage – die exakten Sätze finden sich in der jeweiligen Produktspezifikation. Eine vollständige Übersicht aller Kostenarten bietet der Artikel CFD Broker Kosten im Vergleich.
Swap-Kosten bei der Trade-Planung berücksichtigen
Für sehr kurzfristige Trades, die noch am selben Tag geschlossen werden, spielt der Swap keine Rolle. Bei mittelfristig gehaltenen Positionen kann er jedoch einen relevanten Teil der Gesamtkosten ausmachen und sollte in die Kalkulation einer Position einbezogen werden – zusätzlich zu Spread und ggf. Kommission, wie im Artikel Trade-Kosten berechnen gezeigt.
Aktuelle Swap-Sätze für einzelne Instrumente lassen sich direkt in der Handelsplattform eines Demokontos einsehen.
Jetzt Demokonto testenHäufig gestellte Fragen
Swap-Kosten basieren häufig auf Zinsdifferenzen zwischen den beteiligten Währungen oder Finanzierungskosten der Hebelposition. Da Long- und Short-Positionen unterschiedliche Finanzierungsrichtungen abbilden, fallen die Sätze meist unterschiedlich aus – teils positiv, teils negativ.
Ja, sofern eine Position über Nacht gehalten wird, fällt der Swap grundsätzlich für jeden Kalendertag an, an dem die Position offen bleibt. An manchen Handelstagen (häufig Mittwoch) berechnen Broker teils den dreifachen Satz, um Wochenend-Rollover auszugleichen.
Swap-Kosten fallen nur bei über Nacht gehaltenen Positionen an. Wer Positionen konsequent innerhalb des gleichen Handelstages schließt (Day-Trading), vermeidet Swap-Kosten vollständig, trägt dafür aber ggf. häufiger Spread-Kosten durch mehr Trades.